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Charlie Kirk, 1993 - 2025 | charliekirk.com
Zur Ermordung von Charlie Kirk

Wenn das Mittelalter hämt und jubelt

Das vor einer Woche verübte Attentat auf den konservativen Polit-Youngster Charlie Kirk lässt sich als Folge linker Intoleranz und Radikalität verstehen, wie ihre Vertreter und Anhänger erneut unter Beweis stellen
Von UWE GOERLITZ |
Lesedauer ca. 6-7 Minuten |
15.09.2025

Es scheint, als seien die späten 1960er Jahre in umgekehrter Weise auf den amerikanischen Doppelkontinent zurückgekehrt. Damals erschoss das bolivianische Militär die Sozialistenikone Ché Guevara (1967); an der Kent State University erschoss die Nationalgarde Ohios 1970 vier Studenten auf einer Anti-Vietnamkriegskundgebung, denen die Folk-Band Crosby, Stills, Nash & Young mit Ohio von ihrem ersten Live-Album 4 Way Street (1971) ein Lied widmete. In Berlin (West) verübte ein fremdgesteuerter Polizist ein Attentat auf den sozialistischen Umsturztheoretiker Rudi Dutschke, der sich davon nicht mehr richtig erholte und an Heiligabend 1979 starb. Während der frühen 1970er Jahre hatte sich da bereits ein linkssozialistischer, faschistoider Mob namens Rote Armee Fraktion zusammengefunden, um Banküberfälle zu begehen, konservative Politiker zu entführen sowie Wirtschaftsvertreter und hochrangige Juristen zu ermorden. Als Kollateralschäden wurden etliche weitere Person aus dem Umfeld der Ermordeten gleich mit erschossen oder schwer verletzt.

Mit dem Attentat auf Donald Trump (2024) wählte die Linke in den USA wieder ultimative Gewalt für die ihrer Ansicht nach „gute Sache“, die mit der Ermordung des jungen Fundraisers für Trump, Charlie Kirk, die durch den aus dem psycho- wie soziopathisch agierenden woken Milieu stammenden Tyler Robinson ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Mangels der Fähigkeit, sich politisch mit der Präsidentschaft Trumps auseinanderzusetzen, hat sich der 22jährige Attentäter als Nachwuchs-Sniper entpuppt und aus ca. 200 yards (ca. 180 m) getroffen. Laut dem FBI habe er dabei ein Repetiergewehr mit 7.62er Munition benutzt. Damit lässt sich ein Zwölfender erlegen. Jetzt gilt der angeblich Spätpolitisierte unter radikalen Linken als Held. Offenbar auch in Deutschland, wo für dieses Lager Narrenfreiheit wie im Mittelalter herrscht. Häme, Relativierungen und Falschbehauptungen machen die Runde, besonders auch unter Meinungsmultiplikatoren und sogenannten Influencern.

Zum Beispiel von Elmar Theveßen, dessen öfftentlich-rechtlicher Stern zu den Anschlägen auf das World Trade Center, 9/11, am Firmament erschien. Damals war er kaum Mitte 30, wird aber seitdem als „Terrorismusexperte“ gehandelt. Woher seine schon damals umstrittene Expertise stammt, ist unklar. Inzwischen leitet er (noch) das ZDF-Studio in Washington und hat drei Tage nach dem Mordanschlag auf Kirk eine Reihe von Fake News zum Opfer verbreitet. Wie Experten das schon mal so machen, wenn sie sich in ihrer sozialistischen Blase so lange elliptisch im Kreis drehen, bis sie glauben, sie befänden sich in der demokratischen Mitte. So behauptete er in ihm eigenen Satzbau, Kirk sei für eine Steinigung von Homosexuellen. „Er bezieht sich da natürlich auf die Bibel, also dass er sagt, da ist das Christentum wörtlich zu nehmen. Er hat das nicht auf die moderne Zeit angewendet. Das ist natürlich weitgehend “ und sei „rassistisch und minderheitenfeindlich.“

Die Interpretationsbreite Theveßens erscheint hier ein wenig schmal, zumal Kirk eine tolerante Haltung gegenüber der LGBT-Community an den Tag legte und Homosexualität statt eines Identitätsmerkmals für eine Verhaltensart hielt. Unabhängig von seinem eigenwilligen Satzbau erreicht der ZDF-Mann mit Aussagen dieser Lesart natürlich mühelos ihm Gleichgesinnte und jene Zuschauer, die des genaueren Hinhörens und der Überprüfung des Gesagten nicht mächtig oder willens sind. Sein Arbeitgeber transportierte inzwischen eine kaum überzeugende Entschuldigung für ihn. Doch vielleicht wird er ihn bald vorzeitig aus Washington, D.C., abziehen, um einem von Richard Grenell, Trumps Sondergesandter für Sondermissionen, geforderten Entzug von Theveßens Visum zuvorzukommen.

Wie schnell man pietätlose Journalisten loswerden kann, zeigte der US-Sender MSNBC. Am Tag des Attentats hatte sich einer seiner Politischen Kommentatoren, Matthew Dowd, dazu hinreißen lassen, Kirk eine gewisse Schuld an daran zu attestieren. „Ich sage immer: hassvolle Gedanken führen zu hasserfüllten Worten, die wiederum zu hasserfüllten Taten führen.“ Man könne „diese schlimmen Gedanken nicht haben, diese schlimmen Worte sagen, und dann erwarten, dass keine schlimmen Taten folgten. Leider ist das unsere Realität.“ Daraufhin wurde er kurze Zeit später entlassen. Eine Folge, die Theveßen und Gesinnungsgenossen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten bislang kaum zu fürchten brauchen, bedienen sie doch ihre Blase wie etwa Anja Reschke (NDR) oder Georg Restle (WDR) aufs Beste.

Oder Dunja Hayali (ZDF). Die häufig einen unausgeschlafenen Eindruck erweckende Moderatorin wird in ihren öffentlichen Auftritten nicht müde, allen, die ihre teils verbrämte linke Weltsicht nicht teilen, sich hingegen kritisch äußern, wahlweise Hass oder Hetze vorzuwerfen. Dabei entgeht ihr, dass sie zu jenen gehört, die genau dies zu tun vermögen. Statt sich mit Kritik auseinanderzusetzen und eines der Wesensmerkmale einer Demokratie, die Meinungsfreiheit, zu akzeptieren, nötigenfalls zu tolerieren, bevorzugt sie das Stereotype und garniert es beliebig mit in ihrem Milieu gern verwendeten Attributen. Im heute journal (ZDF) vom 11.09.2025 verstieg sie sich zu der Aussage: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen.“ Belege oder Zitate: keine.

Auch die linke Bugfigur Heidi Reichinnek ist an vorderster Front im Kirk-Bashing. Hierzu bot der erklärten Systemgegnerin die Sendung Carmen Miosga einen Auftritt, in dem lediglich ihr knallroter Lippenstift glänzte, der offenbar genauso ein Erkennungsmerkmal linker Frontfrauen geworden ist wie die nicht jedes Antlitz verschönernde Ponyfrisur. Der geneigte Zuschauer durfte ein weiteres Mal die Tattoos auf ihren preisboxerverdächtigen Armen bewundern, die durchaus mit den Verzierungen einer überzeugten Motorradbraut konkurrieren könnten. Reichinnek lief sich warm, indem sie Kirk fälschlicherweise posthum als White Supremacist, Ultrarechten und Rassisten beschimpfte. Halbherzig bekannte sie, dass man „sich niemals über den Tod von anderen“ freue, doch man müsse „auch an der Stelle kein Mitleid oder Respekt vor dieser Person haben.“ Das muss man auch nicht mit einer derart wortgewaltig auftretenden potentiellen Umstürzlerin wie Reichinnek. Sie sei „überrascht, dass dieser ultrarechte Nationalist jetzt an vielen Stellen so betrauert wird. Also ich bin eher irritiert davon, dass zum Beispiel eine Junge Union da so einen Trauerpost schickt, wenn man überlegt, was das für eine Person ist (sic!).“

Wer konservativ oder rechts ist und ermordet wird, ist selbst daran schuld, lautet der Tenor zwischen den Zeilen. Ist das die sogenannte „Zivilgesellschaft“, die „unsere Demokratie“ zu schützen vorgibt? Ja, das ist sie.

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